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Apple

[Standpunkt] Das hätte es unter Steve Jobs nicht gegeben? Doch!


In letzter Zeit müsste man als iPhone Nutzer, vor allem als iPhone 6+ Nutzer viele dumme Fragen aushalten. Grund sind die Idioten, die für 15min Ruhm ihr iPhone verbiegen Nutzer, die über verbogene Geräte klagen, die herausstehende Kamera, das kaputte 8.0.1 Update und das scheinbar verspätete Update des iPhones mit NFC und größerem Bildschirm.
Oft kommt dann auch gleich noch ein “Sowas hätte es unter Steve nicht gegeben!” hinterher. Daher hier mal eine (unvollständige) Aufstellung aller “Dinge”, die es auch unter Steve Jobs gegeben hat…

1. Die Apple USB Mouse “Puck” von 1998

Den Anfang macht die USB-Mouse von 1998. Diese Unsäglichkeit war ein Fremdkörper in jeder Hand. Sie war unmöglich zu halten, viel zu leicht, die Taste wirkte billig und der Druckpunkt war unter aller sau. In der gleichen Liga spielte…

2. Die Mighty Mouse

An sich eine gute Idee die üblichen Scroll-Räder durch einen 360° Kugel zu ersetzen. Leider hatte die Maus jetzt halt “oben” das Problem, das bisherige Mäuse “unten” hatten. Die Kugel verdreckte viel zu schnell und war auch nicht entnehmbar und damit nur mit übelsten Tricks zu reinigen. Dafür war die Maus auch noch recht teuer.

3. iPod mini in gold


Das geht an alle, die beim iPhone 5 in Gold die “das hätte es mit Steve nicht gegeben”-Karte gespielt haben: BÄM!

4. iPod nano (1.Generation)

Das eigentlich ganz hübsche Gerät hatte ein Problem: Es zerkratzte quasi in dem Moment, in dem man es von der Kunststoffhülle befreite. Apple wurde zu Millionenzahlungen verklagt. Außerdem gab es gleich auch noch Probleme mit dem Akku, denn Apple dann teilweise tauschen musste.

Wo wir schon beim iPod nano sind, wer erinnert sich noch an den

5. iPod nano (5.Generation)

Keine Sternstunde der Präsentationen von Steve Jobs, als dieser sich in einer abstrusen Argumentation der Video-Funktionalität in den iPod nano verstrickte. Wer auch immer dafür verantwortlich war…

Und gleich noch einer hinterher:

6. iPod nano (7. Generation)

“Hey, packen wir doch iOS auch gleich auf den iPod nano, dann haben wir alles aus einem Guss” – “Nee, dann verkaufen wir ja keine iPod touch mehr” – “Okay, dann machen wir halt ein Touch-Interface, aber in hässlich!”. So ähnlich wird vermutlich die Produktbesprechung dieses Highlights des Interfacedesigns abgelaufen sein.

Aber bleiben wir noch ein bisschen bei der Musik und erinnern uns an

7. Das Motorola ROKR

Zwar kein Apple-Produkt, aber dennoch eine Kooperation, die unter Steve Jobs eingetütet wurde. Man nehme: ein eigentlich ganz gutes Telefon allerdings mit viel zu schwachem Prozessor und zu wenig Platz und verpasse diesem eine iTunes Anbindung und einen Fair-Play Chip. Was hat man dann? Richtig: Ein unsinniges Produkt, dass eigentlich niemand brauchen kann. Leider merkt man es Steve Jobs gleich an, wie toll er das Teil findet…

A propos Steve Jobs findet was toll:

8. MobileMe

Um es kurz zu machen. MobileMe war von Anfang an eine Katastrophe. Am Anfang brachen die Server zusammen, Daten synchronisierten nicht richtig, Daten verschwanden und die Verbindungsgeschwindigkeit war grauenhaft. Steve Jobs hat daraufhin wohl dem MobileMe Team zunächst vorgeworfen Apples Ruf zu zerstören um es anschließend größten Teils auszutauschen.

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Fundstück Medien

[Standpunkt] Der Brockhaus schlägt die letzte Seite zu…

Was sich letztes Jahr angekündigt hat, ist jetzt Wahrheit geworden. Die letzten Exemplare des Brockhaus sind Mitte August ausgeliefert worden und es wird auch keine Neuauflage mehr geben. Das bedeutet das Aus des namhaften Lexikons nach ~206 Jahren.

Nachdem ich in den letzten fünfzehn Jahren keinen Brockhaus mehr besessen oder benutzt habe, möchte ich hier nicht in den Pathos verfallen, dass ein Stück Geschichte gestorben ist. Manche Institutionen werden einfach von der Zeit eingeholt und nicht mehr gebraucht.

Zu seiner Zeit war der Brockhaus eine Revolution. Er wollte kein Nachschlagewerk für Wissenschaftler, sondern für alle Bürger zu sein. Diese Funktion übernimmt inzwischen wohl die Wikipedia, vielleicht auch deshalb, weil der gemeine Bürger vermutlich keine >2.000,- EUR für ein Lexikon setzen wollte.

Doch der Brockhaus hat noch etwas anderes geboten: Einen Überblick über den aktuellen Stand des Wissens zu einem bestimmten Zeitpunkt. Diese Funktion entfällt nun weitgehend.

Und obwohl ich in den letzten fünfzehn Jahren weder einen benutzt oder auch nur besessen habe, wird er mir schon irgendwie fehlen, der Brockhaus.

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Fotografie

[Blick über den Tellerrand] Die Fuji X-T1 aus der Sicht eines D800 Nutzers

Das ein oder andere Mal wird mal als Nutzer einer “Semi-professionellen” Spiegelreflex-Kamera schon auf die Probe gestellt. Wenn man z.B. mit rund 5kg Ausrüstung bei 30° durch die Innenstadt von Rom pilgert oder ein Wochenende auf einer Berghütte angesagt ist.

In diesen Momenten schielt man dann auf die Freunde mit den kleinen Kompakten oder spiegellosen Systemkameras und fragt sich, ob das nicht auch reichen würde.

Ich hatte jetzt vor Kurzem die Gelegenheit, den aktuell wohl interessantesten Vertreter der Spiegellosen zu testen. Die FujiFilm X-T1 mit dem 18-55/2.8-4.0 Objektiv.

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Fotografie Zubehörtipp

[Kurztest] Transcend SDXC UHS-I U3 Extreme in der D800

Gerade ist mir die neue Transcend UHS-I U3 Extreme in die Hände gefallen. Da bot sich natürlich ein kurzer Test in der D800 an. Die Karte verspricht vollmundig eine Schreibgeschwindigkeit von 85MB/s und eine Lesegeschwindigkeit von 95MB/s. Natürlich steht auf der Verpackung ein kleines “bis”…

Das ist auch richtig. Denn in der D800 komme ich beim besten Willen (und auch bei mehrmaligem Testen) auf gerade mal 35MB/s und damit nicht einmal auf die Hälfte der angegeben Maximalwerte…

Preislich liegt die Karte mit ~41€ nur unwesentlich unter der schnelleren SanDisk SDHC Extreme, die mit >41MB/s liegt.

Insofern eindeutlich keine Empfehlung für diesen Preis…

Eine Übersicht gibt’s in meiner Vergleichstabelle der Speicherkarten in der D800

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Fotografie Zubehörtipp

[Zubehörtest] Reise-Stative – Leicht, stabil und billig? Choose two…

Ich hatte bisher zwei Stative im Einsatz. Ein klassisches Manfrotto 190er in Alu und ein kleines Gitzo G1027 aus Carbon. Die Idee war, das Manfrotto als Allrounder dabei zu haben, wenn ich nicht auf das Gewicht schauen muss und das Gitzo als Reisestativ für’s leichte Gepäck zu verwenden. Hört sich schlüssig an, ist es aber nicht. In den letzten paar Jahren hatte ich eigentlich immer nur das Gitzo dabei, dass mir bei vielen Gelegenheiten mit seinen ~125cm Arbeitshöhe schlicht zu klein und bei Aufbauten mit D800, 70-200 und Blitz einfach oftmals zu wackelig war.

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Mediacenter Technik

[Kurztest] ChromeCast HDMI – One to cast them all?

Auch wenn ich recht ordentlich mit Apple TVs ausgestattet bin, lohnt sich ab und zu der Blick über den Tellerrand in andere Systeme. Daher hab ich mir vor kurzem den ChromeCast von Google geshopt.

Der kleine Stick kostet um die 30-35€ und soll Teil der “Wohnzimmer-Offensive” von Google/Android sein.

Nach einer Woche gelegentlicher Nutzung eine kurze Zusammenfassung…

Disclaimer: Ich schreibe hier aus der Sicht des Apple-Nutzers. Ich habe keinerlei Android-Geräte im Haus und kann daher nicht berichten, wie sich die Nutzung mit einem Android Tablet/Telefon verhält!

Die Einrichtung

Der ChromeCast muss  zunächst mit dem Netz verbunden werden. Google verlässt sich hier voll und ganz auf WiFi. Bluetooth ist – zumindest für die Einrichtung – wohl nicht an Bord, ebensowenig ein LAN-Anschluss. Die Einrichtung ist einigermaßen einfach.

  • ChromeCast an HDMI und USB (Strom) anschließen
  • App auf’s iPhone laden
  • iPhone ins WLAN des ChromeCast bringen
  • App starten und Daten des Haus-WLANs eintragen

Im Laufe des Prozesses läd der Stick auch gleich die aktuelle Version der Software runter. Daher dauerte der Prozess bei mir ca. 15min.

Was kann der ChromeCast?

Der kleine Stick ist (bis jetzt) ausschließlich als Empfänger von Medien von anderen Endgeräten gedacht. Das heißt, er hat derzeit keinerlei App-Speicher oder andere “Intelligenz” an Bord. Er kann nicht über eine Fernbedienung (oder HDMI-CEC) gesteuert werden, sondern ist voll und ganz auf eine “höhere Macht” in Form einer App auf einem mobilen Endgerät angewiesen.

Das bedeutet auch, die App muss den ChromeCast unterstützen. Bei mir beschränkte sich das derzeit auf Plex , YouTube und Watchever. Amazon Instant Video bleibt derzeit (noch?) außen vor.

Leider (aber offensichtlich) kann der ChromeCast auch nicht als Airplay-Empfänger dienen. Das bedeutet, dass auch die internen iOS Apps (Bilder, Video, Musik) keine Daten an den Stick schicken können. Schade.

Fazit…

Der ChromeCast ist vor allem eins: Billig. Mit unter 35,- EUR reisst er kein großes Loch in die Kasse. Allerdings ist sein Nutzen begrenzt. Jegliches Abspielen von Medien muss durch ein Endgerät initiiert werden. Der Stick selbst, kann nicht “gesteuert” werden und hat auch keinerlei direkte Anbindung an Plex- (oder DLNA-) Server an Bord, ebenso wenig kann er direkt auf Google Play Music, Videos usw. zugreifen.

Und gerade hier hätte ich von Google mehr erwartet. Denn hier liegt die schwäche des Apple TV, der sich komplett auf die eigene Infrastruktur verlässt und keinerlei alternative Medienserver zulässt, es sei denn, man verlässt sich auf dubiose Hacks.

Der ChromeCast ist sicherlich eine Überlegung für alle, die nur mal eben ein YouTube-Video auf den Fernseher bringen wollen oder Filme von den derzeit unterstützen Diensten (Maxdome, Watchever, Plex) anschauen wollen und dabei kein Problem haben, dass alles von einem Smartphone oder Tablet aus gesteuert wird.

Er ist nichts für Leute, die bereits einen Apple TV haben, in der Apple-Welt leben oder eine eigenständige “Set-Top-Box” suchen, die ohne ein Smartphone/Tablet sondern einfach mit einer Fernbedienung auskommen soll.

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Apple Mediacenter

[Basteltipp] Apple TV mit Plex auf einer Synology nutzen. [Update|21.01.2015]

Ich habe bisher meine Filme ja primär auf meinem iMac mit einem Drobo 5D gespeichert und über iTunes und die Privatfreigabe abgespielt. Das hat grundsätzlich auch weitgehend problemlos funktioniert. Allerdings hat mich immer gestört, dass der Drobo 5D sogar im Ruhezustand >15W verschlingt.
Da liegt es nahe, Plex auch als Playout-Server für die Wiedergabe auf dem Fernseher zu nutzen. Erste Tests mit einem Rasberry Pi mit RasPlex waren leider nicht besonders erfolgreich und Apple wird sicher noch einige Zeit keine Apps auf dem Apple TV erlauben. Auf der anderen Seite sichere ich meine Filme zusätzlich auf einem Synology DS1512+ in der Garage. Nun habe ich seit einiger Zeit Plex auf der Synology laufen, um auch auf dem iPad meine Filme und Serien wiedergeben zu können (da Apple das mit der Privatfreigabe unter iOS einfach nicht hinbekommt…). Und nachdem Apple noch keine Apps auf dem Apple TV zulässt bleibt nur eins: Hacken!

Für das Hacken des Apple TVs gibt’s einige Anleitungen im Netz, ich habe mich an den Weg hier im Plex-Forum gehalten…

Auf der Synology

Voraussetzungen:

  • Das Synology braucht eine feste IP-Adresse: Systemsteuerung > Netzwerk > Netzwerkschnittstelle. IP-Adresse merken, DHCP ausschalten und IP-Adresse manuell eintragen (und für später noch merken).
  • HTTPS muss für den Web-Service ausgeschalten sein: Systemsteuerung > Webdienste > HTTPS Dienste für Webservice aktivieren darf nicht angehakt sein.

Dann geht’s los

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Netzpolitik

[Standpunkt] Internetzugänge müssen zur Grundversorgung zählen!

Gerade eben habe ich auf Netzpolitik.org einen Artikel zur geplanten “Netzallianz Digitales Deutschland” gelesen. Zunächst sind 50MBit/s als Grundversorgung ein wünschenswertes Ziel. Allerdings ist 2018 viel zu spät.

Ich bin der Meinung, dass Deutschland hier schon lange den “Anschluss an die digitale Spitzengruppe in der Welt” verloren hat. Diese sitzt in Nordeuropa und Asien und hat schon lange begriffen, dass die Netzversorgung ein grundsätzlicher Standortvorteil, ja eine Voraussetzung für künftige Innovation sein wird. Internet = Information, Austausch und Bildung!

Das muss die Bundesregierung so schnell wie möglich einsehen. Internet darf auch in Deutschland kein Luxusgut mehr sein, sondern muss – genau wie Strom und Wasser – für jedes Dorf und jedes Haus selbstverständlich sein. Hier muss ein Grundversorgungsanspruch durch die Bundesnetzagentur geschaffen und auch durchgesetzt werden.

Die Netze müssen wieder zurück unter staatliche Kontrolle wie das Wassernetz. Von mir auch nur unter stärkere staatliche Reglementierung wie im Stromnetz. Wenn ich heute in ein Haus oder eine Wohnung einziehe, bekomme ich ohne Aufwand sofort einen Stromanschluss. Dass muss auch für den Internetanschluss gelten.

Der Staat muss dafür sorgen, dass die Internetanbieter auf marketingpolitische Spielereien verzichten und ohne Einschränkung an jedem Anschluss mindestens 50 MBit/s (und zwar in jede Richtung und ohne PPPoE oder sonstige Spielereien) zur Verfügung stellen. Und dass neutral und zu einem bezahlbaren Preis.

Alles andere wäre nur politische Augenwischerei.

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Fotografie Zubehörtipp

[Kurztest] SanDisk Extrem (Plus) 80MB/s SD und Extreme 120MB/s CF in der D800

Nach der Extreme Pro CF mit 160MB/s hat SanDisk auch die Extreme CF und SD-Karten aktualisiert. Die Extreme CF hat jetzt 120MB/s statt 60MB/s und die Extreme SD liefert 80MB/s. Wohlgemerkt sind das die beworbenen Werte.

Beim Öffnen des Paketes war ich zunächst etwas verwundert, dass meine bestellte Extreme Plus SD-Karte nicht wie auf dem Amazon Produktbild gold/gelb mit “Extreme Plus” Aufschrift daherkam, sondern in klassischem rot/schwarz mit einem schlichten “Extreme” bezeichnet war. Anfangs dachte ich an einen Fehler seitens amazon.de, dann fiel mir aber der Aufdruck 80MB/s auf. Ob hier eine Zwischenproduktion gefahren wurde, oder ob der Umbau der Produktreihen noch nicht abgeschlossen ist kann ich nicht beantworten.

Im Test wurde aber schnell klar, dass die 80MB/s Karte tatsächlich schneller ist als die “normale” 45MB/s Extreme und sogar schneller als die 95MB/s Extreme Pro. Da ich an mir selber zweifelte, hab ich letztere nochmals gegengeprüft und tatsächlich ist die Schreibgeschwindigkeit der 80er mit 41MB/s eine Spur schneller als die der älteren 95MB/s mit 40MB/s. Warum auch nicht? Der Aufdruck bezieht sich ja auf die Lesegeschwindigkeit.

Das wird auch bei der Extreme CF-Karte deutlich. Trotz einer (beworbenen) Verdoppelung der Lesegeschwindigkeit von 60 auf 120MB/s bleibt die Schreibgeschwindigkeit etwas hinter den Erwartungen zurück. Die 120er liefert hier 48MB/s, die alte 60er immerhin 44MB/s. Die doppelte Leserate liefert also nur 10% mehr Schreibrate in der D800.

Der Vergleich in meiner Geschwindigkeits-Tabelle zeigt aber, dass beide Karten durch den leicht gesunkenen Preis trotzdem angenehme Aktualisierungen sind. Im “Speed-Index” liefert die 120MB/s CF Karte dann 15 MB/s pro EUR und GB (die alte 60er lag noch bei 11) und die 80MB/s SD-Karte liefert ganze 26 MB/s pro EUR und GB während die alte 30MB/s Karte noch bei 20 lag.

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Soundtrack

[Soundtrack] Songs from Chuck – Season 4

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